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S. Sorge: Die Weichen sind gestellt: Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft beschließt Zwischenbericht PDF E-Mail

Am 23. April 2012 konnten interessierte Internetnutzer die live Übertragung der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft, Projektgruppe Digitale Medien in Bildung und Forschung, unter www.bundestag.de mitverfolgen.

Abgestimmt wurde der Zwischenbericht zum Thema Bildung und Forschung. Zentrale Aufgaben der Projektgruppe Bildung und Forschung sind: den derzeitigen Entwicklungsstand aufzuzeigen, Problemebereiche zu identifizieren, Forschungslücken aufzudecken und Handlungsempfehlungen für parlamentarische Entscheidungen zu erarbeiten.

Der Begriff Informationskompetenz ist bereits auf der ersten Seite des Einführungskapitels, Herausforderungen für Bildung und Forschung in der digitalen Gesellschaft, zu finden.


frühkindliche Bildung der Primar- und Sekundarbildung

-außerschulische Angebote berücksichtigt-

Medienkompetenz und –bildung ist eine Schlüsselqualifikation für Studium und Arbeitsmarkt z. B. Teaching Libraries. „Den eigenen Informationsbedarf zu erkennen, relevante Information zu finden, Informationen und Informationsmittel zu bewerten und die Information zu verarbeiten beziehungsweise zu präsentieren sind elementare Kompetenzen für Studium oder Ausbildung und ein wichtiger Baustein für die Beschäftigungsfähigkeit.“ (Ausschussdrucksache 17(24)060, S. 25, nach Gapski/Tekster, 2009.)


Hochschulausbildung

-Medienkompetenz ist Voraussetzung-

Der Aspekt Entwicklung digitaler Bildungsinfrastrukturen und didaktischer Ansätze für E-Learning kann nur durch ausreichende Medienkompetenz bei Lehrenden und Studierenden ermöglicht werden.


Digitale Medien in Forschung und Wissenschaft: Open Access und Open Data

-barrierefreier Zugang nötig-

Eine optimale Nutzung der Digitalisierung ist durch den barrierefreien Zugang über Open Access oder Open Data und der damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen möglich.


Das Internet als Gegenstand von Forschung und Innovation

-Herausforderung Big Data und virtuelle Forschungsumgebungen-

Weniger die Technik- und Computerprobleme, als vielmehr textwissenschaftliche, kulturwissenschaftliche, geistes- und sozialwissenschaftliche, bis hin zu philosophischen Herausforderungen gilt es zu lösen.


Fazit

Es bleibt abzuwarten, welche Dynamik soziotechnische Systeme auf die Hybridgesellschaften entfalten werden. Hybridgesellschaften werden in Zukunft aus eng vernetzten lebendigen und nicht-lebendigen Akteuren bestehen. Besser als abzuwarten, ist jedoch den Wandel aktiv mitzugestalten. Eine gute Möglichkeit hierfür bietet die Plattform Adhocracy der Enquete-Kommission. https://enquetebeteiligung.de/

 

Stefanie Sorge/25.04.2012

 

Informationen zur Autorin:

Stefanie Sorge studierte Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung an der Universität Siegen sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet freiberuflich als Trainerin für Informations- und Medienkompetenz. Seit 2008 stellvertretende Leiterin der Hochschulbibliothek Biberach.

 

Quellen:

Entwurf, Ausschussdrucksache 17(24)060 (Stand 23. April 2012)

Mediathek: http://www.bundestag.de/internetenquete/mediathek/index.jsp

Gapski, H. / Tekster, T. (2009): Informationskompetenz in Deutschland. Düsseldorf.

 

 

Wir bedanken uns bei DGI-Mitglied Stefanie Sorge für Ihren Beitrag!